Fähre oder weiterfahren? Rechne es aus
Vergleiche die Kosten der Überfahrt mit denen der Fahrt: Kraftstoff, Maut, Übernachtungen und Zeit.
Deine Situation
Mit der Fähre
- Fährpreis (einfache Fahrt)
- 350 €
- Kraftstoff
- 55 €
- Maut & Vignetten
- 0 €
- Übernachtungen unterwegs (0×)
- 0 €
- Gesamt
- 405 €
- Reisezeit
- 19 Std.
Über Land
- Kraftstoff
- 393 €
- Maut & Vignetten
- 60 €
- Übernachtungen unterwegs (3×)
- 75 €
- Gesamt
- 528 €
- Reisezeit
- 22 Std.
Ein Richtwert auf Basis von Durchschnittspreisen (August 2026). Dein Verbrauch, deine Route und dein Buchungszeitpunkt bestimmen den echten Betrag.
Der Vergleich
-
Mit der Fähre405 €
- Fährpreis (einfache Fahrt)
- 350 €
- Kraftstoff
- 55 €
- Maut & Vignetten
- 0 €
- Übernachtungen unterwegs
- 0 €
-
Über Land528 €
- Fährpreis (einfache Fahrt)
- 0 €
- Kraftstoff
- 393 €
- Maut & Vignetten
- 60 €
- Übernachtungen unterwegs
- 75 €
- Fährpreis (einfache Fahrt)
- Kraftstoff
- Maut & Vignetten
- Übernachtungen unterwegs
- Mit der Fähre — pro Person
- 202 €
- Über Land — pro Person
- 264 €
- Fahrkilometer mit der Fähre
- ±250 km
- Fahrkilometer über Land
- ±1.800 km
- Übernachtungen unterwegs
- 0 / 3
Schätzung
1. KERNVERGLEICH. Stelle nicht Fähre gegen Fahren als lose Posten gegenüber, sondern berechne zwei KOMPLETTE Routenszenarien von Tür zu Tür: (A) vollständig über die Straße, (B) mit der Fähre. Beide Szenarien bekommen dieselben fünf Kostenposten: Kraftstoff, Maut/Vignetten, Übernachtungen unterwegs, Fähr- bzw. Tunnelticket und eine Zeitbewertung. Ohne Posten 3 und 5 kommt die Fähre strukturell zu teuer heraus — der häufigste Fehler in bestehenden Rechentools. 2. KRAFTSTOFF PRO LÄNDERABSCHNITT, nicht mit einem Durchschnitt. Der Preisunterschied innerhalb Europas ist im August 2026 extrem: €1,73/l in Estland und Island gegenüber €2,46/l in Dänemark, ein Faktor von 1,4. Auf 2.000 km mit einem Wohnmobil mit 12 l/100 km sind das €175 Unterschied. Teile die Route in Länderabschnitte auf (km × l/100 km / 100 × Länderpreis) und ergänze ein Tanktipp-Modul: Tank in Luxemburg voll (€1,90), bevor du nach Deutschland (€2,25) fährst, spart bei 90 Litern ±€32. Für NO, SE, CH, CZ, PL, HU, RO und GB musst du mit einem Tageskurs arbeiten, nicht mit einem festen Faktor. 3. MACH DIE 3,5-t-GRENZE ZU EINEM SICHTBAREN SCHIEBEREGLER, nicht zu einer Fußnote — das ist der wichtigste versteckte Kostenposten für Wohnmobilreisende und das Unterscheidungsmerkmal des Tools. Über 3.500 kg passiert in fünf Ländern etwas Einschneidendes: Frankreich springt von Mautklasse 2 auf 3 (+±60 %), Slowenien ersetzt die Wochenvignette für €32 durch eine DarsGo-Unit mit Kilometerabgabe, Österreich ersetzt die Vignette für €12,80 durch eine verpflichtende Go-Box, die Schweiz ersetzt die Vignette für CHF 40 durch die PSVA, und Norwegen stuft dich ohne AutoPASS-Tag automatisch in die teure Klasse 2 ein. Italien, Spanien, Kroatien, Portugal und Griechenland schauen dagegen NICHT auf das Gewicht, sondern auf Höhe oder Achsen — dort ändert sich nichts. Zeig diese fünf Warnungen nur an, wenn die Person über 3,5 t liegt UND die Route dieses Land berührt. 4. MAUT ALS HYBRIDMODELL. Vignettenländer (AT, CH, CZ, SI, HU, BG, RO, SK) rechnest du als feste Beträge pro Durchreise, mit Auswahl der Vignettendauer. Mautländer (FR, IT, ES, PT, GR, HR, PL) rechnest du als km × Klassentarif. Basistarife: FR Klasse 2 ±€0,135/km, IT Klasse B ±€0,120, PT C2 ±€0,130, GR Kategorie 3 ±€0,130, HR Klasse II ±€0,120, ES ligeros ±€0,115 (allerdings mit einem geringen Anteil an Mautstrecke). Rechne NICHT die gesamte Routenlänge als Mautstrecke: Schätze pro Korridor, welcher Teil wirklich Mautstrecke ist (klassische Nord-Süd-Korridore durch Frankreich ±80–85 %, Spanien eher 15–25 %). 5. ÜBERNACHTUNGEN KIPPEN DAS ERGEBNIS. Eine Nachtfähre ersetzt 1 bis 2 Fahrtage UND 1 bis 2 Übernachtungen. Rechne mit dem regionalen Mittelwert-Benchmark (Westeuropa €20, Südeuropa €27, Skandinavien €35, Osteuropa €18) und lass die Nutzerin oder den Nutzer zwischen Budget, Mittel und Komfort schieben. Zeig es ausdrücklich an: Die Fähre spart dir 2 Übernachtungen zu je €20 = €40. 6. ZEIT ALS EIGENES, SICHTBARES ERGEBNIS — nicht in Euro versteckt. Zeig neben den Kosten immer: Gesamtreisezeit, Anzahl der Fahrtage und Netto-Fahrstunden. Nimm 82 km/h Autobahn und 58 km/h Nebenstraße, dazu 30 Min. Pause pro 2,5 Std. und 45–60 Min. Overhead pro Tag. Lass zwischen 1 und 2 Fahrerinnen oder Fahrern wählen (450 gegenüber 700 km/Tag komfortabel). Biete optional eine Zeitbewertung an (€0–25 pro gesparter Stunde), stell sie aber standardmäßig auf null, damit das Ergebnis nachvollziehbar bleibt. 7. FÄHRPREISE: BANDBREITEN UND EIN SAISONFAKTOR, kein Punktpreis. Die Projektdaten zeigen, dass der Saisoneffekt 35–40 % beträgt (Finnlines-Wohnmobilpaket €711 in Saison I gegenüber €968 in Saison III) und dass ein Wohnmobil am Ärmelkanal an einem ruhigen Donnerstag 1,3× den Pkw-Tarif kostet und an einem Spitzenwochenende 1,9×. Bau also: Basis-Pkw-Tarif × Wohnmobil-Multiplikator (1,3–1,9) × Saison-Multiplikator (1,0–1,4) × Tagesart (unter der Woche/Wochenende). Zeig außerdem immer das nächste Frühbucherfenster an: Grimaldi schließt Ende April für den Sommer, Finnlines Hej gibt bis zu 55 % bei Buchung im Winter, Moby/Grimaldi 30–40 % bei Buchung von Januar bis März, TT-Line erlässt den Längenzuschlag über 6 m komplett bei Buchung vor dem 31.08.2026. 8. STELL UNSICHERHEIT EHRLICH DAR. Setz an jede Zahl einen Verlässlichkeitshinweis. Die Dieselpreise und Vignettentarife sind belastbar; die abgeleiteten Mautklassentarife, die Tunnelpreise und vor allem das Fähr-CO2 sind es nicht. Einem Rechner, der seine eigenen Margen zeigt, wird mehr vertraut als einem, der drei Nachkommastellen suggeriert. 9. CACHE-STRATEGIE. Dieselpreise wöchentlich aktualisieren (das EU Weekly Oil Bulletin erscheint jeden Donnerstag und stand am 13. August 2026 online), Vignettentarife jährlich im Dezember/Januar, Fährtarife pro Buchung live abrufen oder sonst quartalsweise. Setz an jeden Block ein sichtbares Stichdatum.
Der Luftwiderstand wächst mit dem Quadrat der Geschwindigkeit und ist bei einem Wohnmobil (Stirnfläche 4,5–6,5 m², cw ±0,45–0,60) oberhalb von 70 km/h mit Abstand der größte Verbrauchsposten. Praxisregel: 80 km/h ist die sparsamste Reisegeschwindigkeit, 100 km/h kostet ±15–20 % mehr und 120 km/h ±40–50 % mehr als 80 km/h. Konkret für einen Teilintegrierten: ±10 l/100 km bei 80, ±11,5–12 l bei 100 und ±14–15 l bei 120. Weil die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit inklusive Pausen oberhalb von 100 km/h kaum noch steigt, bringt schnelleres Fahren auf einer langen Wohnmobiltour viel Mehrverbrauch und wenig Zeitgewinn: 100 statt 120 km/h kostet auf 1.000 km rund 45 Min. extra, spart aber 20–25 Liter Diesel (±€45–55 zu den Preisen vom August 2026). Zubehör: Ein Fahrradträger mit 2–4 Fahrrädern kostet ±0,3–0,8 l/100 km (+3–7 %), ein Dachkoffer oder eine Dachbox ±0,5–1,0 l/100 km (+5–8 %), die Kombination steigt auf 1,0–1,5 l/100 km. Fahrräder am Heck stehen im Windschatten und kosten weniger als dieselben Fahrräder auf dem Dach. Achtung: Fahrradträger und Dachbox zählen bei vielen Reedereien und auch bei Storebælt/Øresund in die gemessene Länge und Höhe mit — sie kosten dich also zweimal Geld.
Dieselpreise in Europa
| Land | Preis | Hinweis | Quelle |
|---|---|---|---|
| Niederlande | 2.3 | Aug. 2026 (17.08.2026); Gegenprüfung tolls.eu 2,38 | https://www.cargopedia.net/europe-fuel-prices |
| Belgien | 2.18 | Aug. 2026 (17.08.2026); Gegenprüfung tolls.eu 2,17 | https://www.cargopedia.net/europe-fuel-prices |
| Deutschland | 2.25 | Aug. 2026 (17.08.2026); Gegenprüfung tolls.eu 2,27 | https://www.cargopedia.net/europe-fuel-prices |
| Frankreich | 2.18 | Aug. 2026 (17.08.2026); Gegenprüfung tolls.eu 2,20 | https://www.cargopedia.net/europe-fuel-prices |
| Luxemburg | 1.9 | Aug. 2026 (17.08.2026) | https://www.cargopedia.net/europe-fuel-prices |
| Dänemark | 2.46 | Aug. 2026 (17.08.2026) — ACHTUNG: Die Quellen weichen stark voneinander ab (Cargopedia 2,46 vs. tolls.eu 2,25); nimm 2,35 ± 0,12 als Mittelwert | https://www.cargopedia.net/europe-fuel-prices |
| Schweden | 1.8 | Aug. 2026 (17.08.2026) — umgerechnet aus SEK, wechselkursabhängig | https://www.cargopedia.net/europe-fuel-prices |
| Norwegen | 2 | Aug. 2026 (17.08.2026) — umgerechnet aus NOK, wechselkursabhängig | https://www.cargopedia.net/europe-fuel-prices |
| Finnland | 2.28 | Aug. 2026 (17.08.2026); Gegenprüfung tolls.eu 2,32 | https://www.cargopedia.net/europe-fuel-prices |
| Estland | 1.73 | Aug. 2026 (17.08.2026) | https://www.cargopedia.net/europe-fuel-prices |
| Lettland | 1.92 | Aug. 2026 (17.08.2026) | https://www.cargopedia.net/europe-fuel-prices |
| Litauen | 1.92 | Aug. 2026 (17.08.2026) | https://www.cargopedia.net/europe-fuel-prices |
| Polen | 1.83 | Aug. 2026 (17.08.2026) — umgerechnet aus PLN | https://www.cargopedia.net/europe-fuel-prices |
| Tschechien | 1.8 | Aug. 2026 (17.08.2026) — umgerechnet aus CZK | https://www.cargopedia.net/europe-fuel-prices |
| Österreich | 2.02 | Aug. 2026 (17.08.2026); Gegenprüfung tolls.eu 2,04 | https://www.cargopedia.net/europe-fuel-prices |
| Schweiz | 2.32 | Aug. 2026 (17.08.2026) — umgerechnet aus CHF; Gegenprüfung tolls.eu 2,32 | https://www.cargopedia.net/europe-fuel-prices |
| Italien | 2.08 | Aug. 2026 (17.08.2026) | https://www.cargopedia.net/europe-fuel-prices |
| Slowenien | 1.84 | Aug. 2026 (17.08.2026) | https://www.cargopedia.net/europe-fuel-prices |
| Kroatien | 1.88 | Aug. 2026 (17.08.2026) | https://www.cargopedia.net/europe-fuel-prices |
| Spanien | 1.79 | Aug. 2026 (17.08.2026) | https://www.cargopedia.net/europe-fuel-prices |
| Portugal | 2 | Aug. 2026 (17.08.2026); Gegenprüfung tolls.eu 2,03 | https://www.cargopedia.net/europe-fuel-prices |
| Griechenland | 1.97 | Aug. 2026 (17.08.2026) | https://www.cargopedia.net/europe-fuel-prices |
| Vereinigtes Königreich | 2.1 | Aug. 2026 (17.08.2026) — umgerechnet aus GBP; entspricht rund £1,80–1,83/l bei einem Kurs von ±1,15 EUR/GBP. Rechne im Modell mit dem Tageskurs, nicht mit einem festen Faktor | https://www.cargopedia.net/europe-fuel-prices |
| Irland | 1.88 | Aug. 2026 (17.08.2026) | https://www.cargopedia.net/europe-fuel-prices |
| Marokko | 0.98 | Feb. 2026 — VERALTET gegenüber dem Rest der Tabelle. Die Quelle nennt MAD 10,51/l = USD 1,15/l; die Euro-Umrechnung ist eine Schätzung (±€0,95–1,00) | https://www.globalpetrolprices.com/Morocco/diesel_prices/ |
| Tunesien | 0.66 | Jan. 2026 — VERALTET gegenüber dem Rest der Tabelle. Die Quelle nennt TND 2,21/l = USD 0,76/l; staatlich reguliert, wird sprunghaft angepasst | https://www.globalpetrolprices.com/Tunisia/diesel_prices/ |
| Island | 1.73 | Aug. 2026 (17.08.2026); Gegenprüfung globalpetrolprices Feb. 2026 ISK 220/l ≈ €1,50–1,56, 2026 also gestiegen | https://www.cargopedia.net/europe-fuel-prices |
Maut & Vignetten pro Land
| Land | System | Wohnmobilklasse | Tarif | Korridor | Hinweis |
|---|---|---|---|---|---|
| Frankreich | Mautstraßen, Bezahlung pro gefahrener Strecke (péage) | Klasse 1: Höhe ≤2 m und PTAC ≤3,5 t. Klasse 2 (véhicule intermédiaire): Höhe >2 m bis einschließlich 3 m und PTAC ≤3,5 t — hier fällt praktisch jedes Wohnmobil unter 3,5 t hinein. Klasse 3: 2 Achsen mit Höhe >3 m ODER PTAC >3,5 t. Klasse 4: 3+ Achsen. Klasse 5: Motorräder. | Klasse 1 im Schnitt ±€0,090/km (Paris–Marseille 773 km = €69,40, bei Ulys verifiziert). Klasse 2 liegt in den meisten Netzen bei ±1,5× Klasse 1, also ±€0,13–0,14/km. Klasse 3 ±2,2–2,5× Klasse 1 (±€0,20–0,23/km), Klasse 4 ±3–3,4×. | [object Object], [object Object], [object Object], [object Object], [object Object] | Die 3,5-t-Grenze ist in Frankreich knallhart: Ein Wohnmobil mit 3.501 kg springt von Klasse 2 in Klasse 3 und zahlt dann gut anderthalbmal so viel wie in Klasse 2 und ±2,5× den Pkw-Tarif. Auch die Höhe zählt: über 3 m landest du ohnehin in Klasse 3. Wohnmobilfahrer werden von den automatischen Portalen in der Praxis oft falsch eingestuft (Fahrradträger, Dachklimaanlage oder Satellitenschüssel treiben die gemessene Höhe nach oben); mit einer Ulys-camping-car-Badge, bei der Höhe, PTAC und Achszahl vorab registriert sind, wirst du in der richtigen Klasse erkannt. Im Zweifel: die besetzte Spur nehmen und dich manuell einstufen lassen. |
| Spanien | Mautstraßen pro Strecke (autopistas AP), der Großteil ist seit 2020–2021 aber mautfrei geworden | Ligeros (leicht): zweiachsige Fahrzeuge ohne Zwillingsbereifung — praktisch jedes Wohnmobil bis 3,5 t und die meisten 4-Tonner fallen hier ohne Weiteres hinein. Pesados I: 2 Achsen mit Zwillingsbereifung oder 3 Achsen. Pesados II: 4+ Achsen. Spanien schaut also auf Achsen und Zwillingsbereifung, nicht auf Höhe oder Tonnage. | ±€0,10–0,13/km ligeros auf den verbliebenen gebührenpflichtigen AP; Pesados I ±1,5–1,7× | [object Object], [object Object], [object Object], [object Object] | Gute Nachricht für Wohnmobile: Weil AP-7, AP-2, AP-4 und AP-1 mautfrei geworden sind, kommst du von der französischen Grenze bis Alicante und von Bilbao nach Madrid nahezu ohne Maut durch. Der eigentliche Kostenpunkt in Spanien ist nicht die Maut, sondern der Diesel — und der ist mit €1,79/l einer der günstigsten in Westeuropa. Rechne allerdings die Tunnel mit (Túnel del Cadí, Vallvidrera, Guadarrama) und die katalanischen C-32/C-16. |
| Portugal | Mischung aus klassischen Mautstationen und vollelektronischer Free-Flow-Maut (ehemals SCUT), bei der du nicht bar bezahlen kannst | C1: Höhe über der ersten Achse ≤1,10 m (Pkw). C2: 2 Achsen und Höhe über der ersten Achse >1,10 m — hier fällt jedes Wohnmobil hinein. C3: 3 Achsen über 1,10 m. C4: 4+ Achsen. Portugal schaut also auf die Höhe über der Vorderachse plus die Achszahl, nicht auf das Gewicht. | C2 ±€0,11–0,15/km, ungefähr das 1,8- bis 2,0-Fache des C1-Tarifs. Referenz: Die A1 Lissabon–Porto (±300 km) kostet €24,50 für C1, also ±€45–50 für ein Wohnmobil in C2. | [object Object], [object Object] | Das ist die größte Falle Südeuropas für ausländische Kennzeichen. Auf den elektronischen Mautstraßen steht keine einzige Schranke: Du fährst unbemerkt darauf und bekommst Monate später ein Bußgeld. Regele vor der Abreise oder am ersten Grenzübergang eines von drei Dingen: EASYToll (Kreditkarte an einem Welcome Point kurz hinter der Grenze mit deinem Kennzeichen verknüpfen, 30 Tage gültig), TOLL CARD (Prepaid €5/10/20/40 plus €1,32 Bearbeitungsgebühr) oder einen Via-Verde-Transponder. Wichtig: Eine spanische Via-T-Badge funktioniert in Portugal NICHT; Via Verde funktioniert umgekehrt sehr wohl in Spanien. |
| Italien | Mautstraßen pro Strecke (Autostrade und andere Konzessionäre), Ticket ziehen und bei der Ausfahrt bezahlen | Klasse A: 2 Achsen und Höhe über der Vorderachse ≤1,30 m. Klasse B: 2 Achsen und Höhe über der Vorderachse >1,30 m — hier fällt praktisch jedes Wohnmobil hinein, Kastenwagen eingeschlossen. Klasse 3/4/5 nach Achszahl. Entscheidender Unterschied zu Frankreich: Italien schaut NICHT auf das Gewicht, auch ein Wohnmobil mit 4,5 t auf zwei Achsen bleibt also Klasse B. | Klasse A ±€0,078–0,090/km (Mailand–Rom 581 km = €45,60). Klasse B liegt ±1,35–1,45× höher, also ±€0,11–0,13/km. | [object Object], [object Object], [object Object] | Die Höhe wird über der VORDERachse gemessen, nicht am höchsten Punkt des Fahrzeugs. Ein Kastenwagen mit niedriger Front kann deshalb manchmal in Klasse A fallen, obwohl der Aufbau höher ist. Die Klasse wird an der Einfahrtsschranke automatisch bestimmt und auf dein Ticket gesetzt; stimmt sie nicht, drück auf den Assistenzknopf, bevor du weiterfährst. Tipp fürs Rechenmodell: Italien ist pro Kilometer günstiger als Frankreich für Wohnmobile, weil das Gewichtskriterium fehlt. |
| Griechenland | Mautstraßen mit Mautstationen alle ±40–60 km, bar oder mit Karte pro Station | Kategorie 2 (Pkw): 2 Achsen und Höhe bis 2,20 m. Kategorie 3: höher als 2,20 m oder 3 Achsen — hier fällt praktisch jedes Wohnmobil hinein. Ausnahme: Auf der Egnatia Odos liegt die Grenze bei 2,70 m, dort fährt ein Wohnmobil also oft noch im niedrigen Tarif. Die Schwellen unterscheiden sich je nach Konzessionär. | Pkw im Schnitt ±€0,085/km; Wohnmobil in Kategorie 3 ±1,4–1,6×, also ±€0,12–0,14/km | [object Object], [object Object], [object Object] | Igoumenitsa statt Patras als Ankunftshafen spart nicht nur 5–6 Std. Fahrt, sondern auch ein gutes Stück Maut. Nimm Bargeld mit: Nicht jede Mautstation akzeptiert ausländische Karten reibungslos. |
| Kroatien | Mautstraßen pro Strecke, Ticket bei der Auffahrt ziehen | Klasse IA: Motorräder. Klasse I: 2 Achsen und Höhe bis 1,90 m. Klasse II: 2 Achsen und Höhe über 1,90 m oder mit Anhänger — hier fällt jedes Wohnmobil hinein. Klasse III/IV nach Achsen und Gewicht. | Klasse I ±€0,08/km; Wohnmobil Klasse II ±1,5×, also ±€0,12/km | [object Object], [object Object], [object Object] | Die elektronische Zahlung (ENC) bringt je nach Abo 21–33 % Rabatt — bei einer langen Dalmatien-Reise schnell wieder hereingeholt. Die Pelješac-Brücke macht den Umweg über Neum (Bosnien) überflüssig, mit dem Wohnmobil gibt es dort also keine zusätzlichen Grenzkontrollen mehr. |
| Slowenien | E-Vignette bis 3,5 t; DarsGo (streckenbezogene Maut mit On-Board-Unit) über 3,5 t | Bis 3,5 t bestimmt die HÖHE über der ersten Achse die Kategorie: 2A bis 1,30 m, 2B über 1,30 m. Praktisch jedes Wohnmobil sitzt in 2B und zahlt damit das Doppelte. Über 3,5 t: keine Vignette mehr, sondern DarsGo, mit Tarif nach Achsen und Emissionsklasse. | Vignette 2026 Kategorie 2B (Wohnmobil ≤3,5 t): Woche €32,00, Monat €64,10, Jahr €235,00. Kategorie 2A (Pkw): Woche €16,00, Monat €32,00, Jahr €117,50. | [object Object], [object Object] | Das ist der schärfste 3,5-t-Effekt Europas für Durchreisende. Ein Wohnmobil mit 3.500 kg kauft eine Wochenvignette für €32; dasselbe Wohnmobil mit Auflastung auf 3.850 kg muss vorab eine DarsGo-Unit besorgen (mit Kaution) und pro Kilometer abrechnen. Wer nur nach Kroatien durchfährt, hat mit der mautfreien Route über die Nebenstraßen (Ljubljana umfahren) eine echte Alternative, muss aber 1,5–2 Std. extra einplanen. |
| Österreich | Vignette bis 3,5 t; Go-Box (streckenbezogene Maut) über 3,5 t; dazu einzelne Sondermautstrecken, die JEDER extra bezahlt | Bis 3,5 t: normale Vignette, gleicher Preis wie beim Pkw (Österreich schaut unter 3,5 t nicht auf die Höhe). Über 3,5 t: Go-Box Pflicht, Tarif nach Achsen und Emissionsklasse. | Vignette 2026 bis 3,5 t: 1 Tag €9,60, 10 Tage €12,80, 2 Monate €32,00, Jahr €106,80. Über 3,5 t: Go-Box ±€0,25–0,45/km je nach Achsen und Euroklasse. | [object Object], [object Object], [object Object], [object Object] | Über 3,5 t entfällt die Vignette komplett: Du MUSST dann eine Go-Box haben, auch als Privatperson mit einem Wohnmobil. Ohne Go-Box bekommst du eine Ersatzmaut-Strafe. Die Go-Box holst du bei einer GO-Vertriebsstelle (große Tankstellen an der Grenze); rechne mit einer einmaligen Kaution. Die Sondermautstrecken (Brenner, Arlberg, Tauern, Großglockner) bezahlst du immer separat, auch mit gültiger Vignette. |
| Schweiz | Vignette bis 3,5 t; pauschale Schwerverkehrsabgabe (PSVA) über 3,5 t | Bis 3,5 t: Vignette, Preis wie beim Pkw. Über 3,5 t: keine Vignette, sondern die PSVA, eine pauschale Schwerverkehrsabgabe pro Tag/Monat/Jahr auf Basis des zulässigen Gesamtgewichts. | Vignette 2026: CHF 40 (±€43), gültig 14 Monate (1. Dezember bis zum darauffolgenden 31. Januar), als Kleber oder E-Vignette. Für Wohnmobile über 3,5 t gilt die PSVA; die genaue Tariftabelle für 2026 wurde in dieser Recherche NICHT verifiziert — rechne überschlägig mit einigen Hundert CHF pro Jahr oder einem Tagestarif und prüfe bazg.admin.ch vor der Abreise. | [object Object], [object Object] | Die Schweizer Vignette gilt pro Fahrzeug, nicht pro Person, und ein Anhänger oder Wohnwagen braucht eine EIGENE Vignette. Mit 14 Monaten Gültigkeit und CHF 40 ist sie das günstigste Durchreiseprodukt der Alpen; der Gotthardtunnel ist inbegriffen. Über 3,5 t wird die Schweiz dagegen zu einem der teuersten Länder. |
| Tschechien | E-Vignette bis 3,5 t; MýtoCZ Kilometerabgabe über 3,5 t | Bis 3,5 t: E-Vignette, an das Kennzeichen gekoppelt, kein Kleber. Über 3,5 t: MýtoCZ Pflicht mit On-Board-Unit, Tarif nach Achsen und Euroklasse. | E-Vignette 2026: 1 Tag 230 CZK (±€9), 10 Tage 300 CZK (±€12), 30 Tage 480 CZK (±€19), Jahr 2.570 CZK (±€103) | [object Object] | Die Vignette ist vollständig digital (edalnice.cz): Kauf sie online vor der Abreise, es wird nichts an die Scheibe geklebt und die Kontrolle läuft über Kennzeichenkameras. Über 3,5 t ist der Sprung groß: On-Board-Unit mit Kaution plus Kilometerabgabe. |
| Polen | begrenzte Streckenmaut auf einigen Autobahnabschnitten bis 3,5 t; e-TOLL Kilometerabgabe über 3,5 t auf einem viel größeren Netz | Bis 3,5 t zahlst du nur auf der A1 (Gdańsk–Toruń), der A2 (Świecko–Konin) und der A4 (Kattowitz–Krakau); Wohnmobile gelten dort als Pkw. Über 3,5 t fällst du unter e-TOLL und zahlst auch auf vielen Fernstraßen erster Ordnung. | A2 komplette Sektion 129 PLN (±€30) für Pkw; A1 29,90 PLN (±€7); A4 34 PLN (±€8) | [object Object], [object Object] | Die A2 zwischen Łódź und Konin und die A4 zwischen Sośnica und Wrocław sind seit 2023 für Fahrzeuge bis 3,5 t mautfrei. Über 3,5 t musst du e-TOLL vorab aktivieren (App, OBU oder ELS) — ohne Registrierung unterwegs zu sein, bringt sofort ein Bußgeld ein. Für ein Wohnmobil über 3,5 t ist Polen dadurch administrativ lästiger als die Mautkosten selbst. |
| Ungarn | E-Vignette (matrica) bis 3,5 t, pro Kennzeichen; HU-GO Kilometerabgabe über 3,5 t | D1: Pkw bis 7 Personen und bis 3,5 t — die meisten Wohnmobile fallen hier hinein. D2: Fahrzeuge bis 3,5 t mit mehr als 7 Sitzplätzen oder mit Liefer-/Lastwagencharakter, teurer. B2: Busse. U: Anhänger. Über 3,5 t: HU-GO. | 2026 D1 (Pkw/Wohnmobil bis 7 Pers.): 1 Tag 5.550 HUF (±€14), 10 Tage 6.900 HUF (±€17), Jahr 61.760 HUF (±€155). D2/Nutzfahrzeug bis 3,5 t: 1 Tag 7.890 HUF, Jahr 87.650 HUF. Komitatsvignette (Jahr, 1 Komitat): 7.190 HUF für D1. | [object Object] | Achte auf die Einstufung D1 gegenüber D2: Manche Wohnmobile stehen im Fahrzeugschein als Ableitung eines Lieferwagens und landen dann in D2, was ±40 % teurer ist. Prüfe deine Bestätigungsmail sofort — eine falsch gekaufte Vignette ist ungültig und bringt ein Bußgeld ein. Die Vignette ist vollständig digital. |
| Bulgarien | E-Vignette bis 3,5 t; TOLL-Kilometerabgabe über 3,5 t | Bis 3,5 t: E-Vignette, Wohnmobile wie normale Pkw. Über 3,5 t: BG TOLL On-Board-Unit oder Prepaid-Route-Pass. | 2026: Wochenende 10 BGN (±€5), Woche 15 BGN (±€8), Monat 30 BGN (±€15), Quartal 54 BGN (±€28), Jahr 97 BGN (±€50) | [object Object] | Die bulgarische Vignette gilt nicht nur auf Autobahnen, sondern auf fast dem gesamten Hauptstraßennetz — du kannst sie also nicht umfahren. Bulgarien stellt auf den Euro um; prüfe, ob die Tarife inzwischen in Euro angegeben sind. |
| Rumänien | rovinieta (E-Vignette) auf dem gesamten nationalen Straßennetz, dazu einzelne Brückenmaut | Bis 3,5 t: Wohnmobile fallen normalerweise in die niedrigste Kategorie (A/B je nach Ausstattung). Über 3,5 t: eigene, deutlich teurere Vignettenklassen nach Gewicht und Achsen. | 2026 bis 3,5 t: 1 Tag €3,50, 10 Tage €6,00, 30 Tage €9,50, 60 Tage €15,00, 12 Monate €50,00 | [object Object], [object Object], [object Object] | Die rovinieta ist spottbillig, aber auf ALLEN nationalen Straßen Pflicht, nicht nur auf Autobahnen. Das Startdatum wählst du beim Kauf selbst. Brücken sind nicht enthalten und werden separat bezahlt. |
| Deutschland | keine Maut für Pkw und Wohnmobile; die Lkw-Maut gilt nur für den Güterverkehr | Wohnmobile sind unabhängig vom Gewicht befreit. Die deutsche Maut gilt für Kraftfahrzeuge, die zur Güterbeförderung bestimmt sind, mit einer zulässigen Gesamtmasse über 3,5 t. Ein als Wohnmobil zugelassenes Fahrzeug ist das per Definition nicht und ist deshalb auch über 3,5 t und über 7,5 t befreit. | €0 auf allen Autobahnen und Bundesstraßen | [object Object], [object Object] | Deutschland ist für Wohnmobile beim Thema Straßenabgaben das günstigste Durchreiseland Europas — beim Diesel aber eines der teuersten (€2,25/l im August 2026). Im Rechenmodell gleicht sich das teilweise aus: Tanken direkt hinter der Grenze in Luxemburg (€1,90), Polen (€1,83) oder Tschechien (€1,80) spart bei einem vollen 90-Liter-Tank €30–40. Achte auf die Umweltzonen in praktisch jeder größeren Stadt: grüne Plakette Pflicht. |
| Norwegen | AutoPASS: automatische Mautportale ohne Schranken, Abrechnung im Nachhinein | Klasse 1 (leicht): Fahrzeuge bis 3.500 kg UND alle Fahrzeuge der Fahrzeugkategorie M1, unabhängig vom Gewicht. Klasse 2 (schwer): über 3.500 kg und NICHT M1. Entscheidend: Ein Wohnmobil über 3,5 t, das als M1 zugelassen ist, bekommt den niedrigen Klasse-1-Tarif nur mit einem gültigen AutoPASS-Vertrag MIT Tag; ohne Tag wirst du automatisch in die teure Klasse 2 eingestuft. | stark ortsabhängig: ±10–60 NOK pro Portal; die Stadtringe (Oslo, Bergen, Trondheim, Stavanger) haben eine Zeitstaffelung. Rechne für eine Rundreise von 2–3 Wochen durch Süd- und Westnorwegen mit ±€100–250 Maut plus die Fjordfähren. | [object Object], [object Object] | Das ist die wichtigste 3,5-t-Falle für Norwegen-Reisende. Bestell VOR der Abreise einen AutoPASS-Tag (oder registriere dich über Epass24) und sorge dafür, dass dein Wohnmobil dort als M1 geführt wird — sonst zahlst du monatelang Klasse 2, also grob das Doppelte bis Dreifache. Mit einem AutoPASS-Abo bekommst du außerdem 20 % Rabatt auf die Maut UND auf die meisten Fähren, was auf einer Norwegen-Rundreise schnell €50–150 ausmacht. |
| Schweden | keine Autobahnmaut; wohl aber eine Staugebühr in Stockholm und Göteborg plus einige Brückenmauten | Keine eigene Wohnmobilklasse: Alles mit einer pkw-ähnlichen Zulassung zahlt dasselbe. Fahrzeuge über 14 t sind von der Staugebühr befreit. | Staugebühr Stockholm: maximal 135 SEK pro Tag (105 SEK außerhalb der Stoßzeiten). Göteborg: maximal 60 SEK pro Tag. Keine Gebühr zwischen 18:30 und 06:00, an Wochenenden, an Feiertagen und im GANZEN Monat Juli. | [object Object], [object Object], [object Object], [object Object] | Ausländische Kennzeichen werden sehr wohl abgerechnet, über Epass24 — rechne mit einer Rechnung einige Wochen nach der Heimkehr. Erfreulich für Sommerreisende: Im Juli ist die Staugebühr komplett ausgesetzt, genau in der Wohnmobil-Hochphase. |
| Dänemark | mautfreie Autobahnen bis 12 t; nur die beiden großen festen Querungen kosten Geld | Bei Storebælt und Øresund zählt die LÄNGE, nicht das Gewicht: bis 6 m zahlst du den Pkw-Tarif, von 6 bis 10 m das Doppelte, über 10 m noch mehr. | Autobahnen €0; für die Brücken siehe vaste_oversteken | [object Object], [object Object] | Umweltzonen in Kopenhagen, Frederiksberg, Odense, Aarhus und Aalborg: Die Registrierung im dänischen LEZ-System ist für ausländische Dieselfahrzeuge Pflicht. Der Femern-Tunnel (Rødby–Puttgarden) ist im Bau und verändert diesen Korridor um 2029. |
Was kostet eine Nacht unterwegs?
| Region | Art | Preis | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Frankreich | aire de service / aire de stationnement (kommunal) | €0–15 pro Nacht, Median ±€8–12 | Frankreich hat das dichteste Aire-Netz Europas (mehr als 6.000 Plätze). Viele kleine Gemeinden bieten kostenloses Stehen mit kostenpflichtigem Wasser und Strom über einen Münzautomaten (±€2–4 pro Füllung). Küstenorte in der Provence und der Bretagne verlangen im Juli/August €12–18 und sind abends voll. Camping-Car Park ist die größte kommerzielle Kette (±300 automatisierte Aires, Zugang rund um die Uhr mit einer Karte, ±€9–15 pro Nacht). France Passion ist ein eigenes Konzept: kostenlos übernachten bei Winzern und auf Bauernhöfen gegen einen Jahresbeitrag von ±€30–35, ohne Ver- und Entsorgung und mit der sozialen Erwartung, dass du etwas kaufst. |
| Frankreich | Campingplatz (2 Pers., Wohnmobil, Strom, Hochsaison) | €25–45 pro Nacht; Mittelmeerküste €40–70 | Außerhalb der Hochsaison sinkt das auf €18–28 und mit der CampingCard ACSI auf €13–27. Kommunale Campingplätze sind strukturell 30–40 % günstiger als kommerzielle. |
| Deutschland | Stellplatz | €8–20 pro Nacht, Median ±€12–15; Stellplätze in Städten €15–25 | Strom wird fast immer separat abgerechnet (±€0,60–1,00/kWh oder €2–3 pro Tag), Wasser ±€1 pro 100 Liter. Viele Stellplätze bei Weingütern und Brauereien sind kostenlos oder kosten €5. Beim Übernachten ist Deutschland das günstigste Durchreiseland Westeuropas; der Dieselpreis macht das wieder wett. |
| Italien | area di sosta camper | €10–25 pro Nacht; Küste und Gardasee im Juli/August €20–35 | Städte wie Florenz, Venedig (Punta Sabbioni) und Rom haben große Sostas für €20–30 mit Shuttlebus. Außerhalb der Saison sinken die Preise deutlich. Achtung: Freistehen ist in vielen italienischen Küstengemeinden ausdrücklich verboten und wird kontrolliert. |
| Spanien | área de autocaravanas | €8–18 pro Nacht; andalusische Küste und Levante-Küste im Winter €10–20 | Der Norden (Galicien, Asturien, Baskenland) hat viele kostenlose kommunale Áreas. An der Südküste sind die Áreas in der Überwinterungssaison (November–März) gerade am vollsten und teuersten — dann sind Monatstarife von €250–400 üblich und oft günstiger als der Nachtpreis. Campingplätze sind in Spanien mit €20–32 relativ günstig. |
| Portugal | área de serviço / parque | €5–15 pro Nacht | Seit der Verschärfung des Gesetzes ist Freistehen außerhalb ausgewiesener Plätze verboten und an der Algarve wird aktiv kontrolliert und bestraft (Bußgelder ab €60). Die Zahl der kostenpflichtigen Áreas ist dadurch stark gewachsen. Rechne an der Algarve im Winter mit €10–15 und mit Monatsrabatten. |
| Skandinavien (DK/SE/NO/FI) | Campingplatz | €30–50 pro Nacht (NOK 350–550 / SEK 350–500 / DKK 250–400); Strom oft €5–8 extra | Viele skandinavische Campingplätze verlangen eine Camping Key Europe-Karte (±€16–20 pro Jahr, inklusive Haftpflichtversicherung) — ohne Karte zahlst du einen Tageszuschlag. Diesen hohen Campingpreisen steht das allemansrätten/allemannsretten gegenüber: In Schweden, Norwegen und Finnland darfst du mit einem autarken Wohnmobil vielerorts 1–2 Nächte kostenlos stehen, sofern nicht auf Privatgrund und nicht in Sichtweite eines Wohnhauses. Das macht Skandinavien für erfahrene Wohnmobilreisende in der Praxis gerade günstig. Norwegische rastplasser entlang der Straße sind kostenlos und oft großartig gelegen. |
| Osteuropa (PL/CZ/SK/HU/Baltikum) | Campingplatz / Wohnmobilstellplatz | €12–25 pro Nacht inklusive Strom | Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis Europas. Die Zahl echter Wohnmobilstellplätze wächst schnell, vor allem in Polen und im Baltikum. Außerhalb der Saison sinken die Tarife auf €10–15. |
| Kroatien und Griechenland | Campingplatz | €25–45 pro Nacht in der Hochsaison; kroatische Küstenplätze mit Meerblick €40–70 | Kroatien ist im Juli/August überraschend teuer und ausgebucht; Buchen ist ratsam. Griechenland ist günstiger (€20–32) und viele Campingplätze haben bis in den Oktober geöffnet. Freistehen ist in beiden Ländern formal verboten. |
| Vereinigtes Königreich und Irland | Certificated Location / Campingplatz | CL/CS-Plätze (max. 5 Fahrzeuge, Clubmitgliedschaft erforderlich) €15–25; regulärer Campingplatz €30–50 | Der Caravan and Motorhome Club und der Camping and Caravanning Club geben Zugang zu Tausenden kleiner, günstiger CL/CS-Plätze — für eine UK-Reise rechnet sich so eine Mitgliedschaft (±£60–70) fast immer und bringt außerdem 9 % Rabatt auf Le Shuttle. In Schottland herrscht auf der NC500 im Juli/August großer Andrang. |
| Benchmark Budget / Mittel / Komfort — Westeuropa (NL/BE/FR/DE) | Benchmark | Budget €0–10, Mittel €15–25, Komfort €30–45 | Budget = Aire oder Stellplatz ohne oder mit minimaler Ver- und Entsorgung. Mittel = einfacher Campingplatz oder Stadt-Stellplatz mit Strom. Komfort = Campingplatz mit Sanitär, Strom und Pool in der Hochsaison. |
| Benchmark Budget / Mittel / Komfort — Südeuropa (IT/ES/PT/GR/HR) | Benchmark | Budget €8–15, Mittel €22–32, Komfort €40–60 | In der Hochsaison an der Küste verschieben sich alle drei Stufen um ±30–50 % nach oben; im Winter an der spanischen und portugiesischen Südküste dagegen nach unten, mit Monatstarifen von €250–450. |
| Benchmark Budget / Mittel / Komfort — Skandinavien | Benchmark | Budget €0–15, Mittel €30–40, Komfort €45–60 | Budget ist hier dank Jedermannsrecht und kostenlosen rastplasser realistischer als anderswo; Komfort ist teurer als anderswo. Rechne für eine gemischte Norwegen-Reise mit einem Durchschnitt von ±€20–25 pro Nacht. |
| Benchmark Budget / Mittel / Komfort — Osteuropa | Benchmark | Budget €5–10, Mittel €15–22, Komfort €25–35 | Bei vergleichbarer Ausstattung durchweg ±35–45 % günstiger als Westeuropa. |
Wann buchst du am günstigsten?
| Korridor | Buchungsstart | Günstigster Zeitraum | Frühbucherrabatt | Hochsaisonwochen | Empfehlung für Wohnmobile |
|---|---|---|---|---|---|
| Ärmelkanal (Calais/Dünkirchen – Dover, Eurotunnel/Le Shuttle) | laufend, meist 10–12 Monate im Voraus; die Fahrpläne für das Folgejahr stehen in der Regel im Herbst online | Januar bis März für den Sommer; die Preise sind vollständig dynamisch und steigen, je voller die Abfahrt wird | kein fester Rabattsatz — der Vorteil steckt komplett im dynamischen Tarif. DFDS fährt allerdings Wohnmobilaktionen auf Calais/Dünkirchen–Dover mit bis zu 10 % auf den Wohnmobiltarif (Wohnmobil max. 4 m hoch und 12 m lang, max. 4 Personen; nicht auf Extras, ETS oder Abgaben); DFDS nennt im eigenen Blog auch 15 % Rabatt auf Wohnmobil/Wohnwagen auf den Ärmelkanal-Routen, der Prozentsatz wechselt aber je nach Aktionszeitraum. Mitglieder des Caravan and Motorhome Club bekommen 9 % auf Le Shuttle Folkestone–Calais. | Abfahrten am Freitag und Samstag im Juli und August; britische Schulferien (Ende Juli bis Anfang September) und die Bank Holidays | Hochfrequent (25 Abfahrten pro Tag mit drei Reedereien auf Calais–Dover, 3–4 Abfahrten pro Stunde beim Eurotunnel), du kommst also immer hinüber — der Preis aber nicht. Buche für Juli/August spätestens im Frühjahr (März–April) und vermeide Abfahrten am Freitag und Samstag: Ein mittelgroßes Wohnmobil kostet an einem ruhigen Donnerstag ±1,3× den Pkw-Tarif, an einem Spitzenwochenende bis zu ±1,9×. Unter der Woche zu reisen, bringt strukturell mehr als jeder Clubrabatt. |
| Nordsee / UK (IJmuiden–Newcastle, Rotterdam–Hull, Hoek van Holland–Harwich) | ±10–12 Monate im Voraus; Frühbucheraktionen laufen in der Regel Januar bis März für den Sommer | Januar bis März und außerhalb der Schulferien. Auf IJmuiden–Newcastle ist Sonntag bis Dienstag der günstigste Abfahrtstag. | DFDS-Aktion IJmuiden–Newcastle: Sonntag bis Dienstag fährt der Wohnwagen kostenlos mit und das Wohnmobil zum PKW-Tarif (außerhalb der Spitze) — in der Praxis der größte Rabatt auf diesem Korridor. NKC-Mitglieder bekamen über den NKC-Shop 10 % (bis Aug. 2025), ansteigend auf 20 % (Sep.–Dez. 2025) auf Fahrzeug- und Kabinenpreis; die Ausgabe für 2026 ist nicht öffentlich bestätigt, frag beim NKC nach. ADAC-Mitglieder bis zu 10 % über das ADAC-Fährenportal. | niederländische und britische Schulferien, mit der schärfsten Spitze von Mitte Juli bis Ende August | Nachtfähren mit Pflicht- oder Standardkabine: Buche für Juli/August und die Schulferien 2 bis 4 Monate im Voraus. Der echte Engpass sind die Haustierkabinen — davon gibt es nur eine Handvoll pro Schiff (P&O hat 6 auf Hull–Rotterdam) und die sind zuerst weg; bei DFDS musst du sie sogar telefonisch buchen. Buche die Kabine, sobald dein Datum feststeht. |
| Irland (direkt ab Frankreich oder über die Landbridge) | ±9–12 Monate im Voraus; Roscoff–Cork fährt nur von Ende März bis Anfang November | Herbst und Winter für die folgende Saison, wenn Brittany Ferries die Katalogtarife veröffentlicht | Brittany Ferries veröffentlicht Katalogtarife und Frühbucheraktionen in der Regel im Herbst für die folgende Saison; Club-Voyage-Mitglieder bekommen Zugang zum flexibleren Standard-Tarif | irische und britische Schulferien, Juli und August | Die Direktrouten Rosslare–Dünkirchen, Rosslare–Cherbourg und Dublin–Cherbourg haben wenige Abfahrten (2 bis 6 pro Woche) und eine begrenzte Zahl an Kabinen: Buche für den Sommer 3 bis 4 Monate im Voraus und für Roscoff–Cork (nur 2× pro Woche) noch früher. Achtung: Portsmouth–Le Havre und Poole–Cherbourg verschwinden Ende 2026. |
| Norwegen (Hirtshals–Kristiansand/Stavanger/Bergen, Kiel–Oslo) | sehr großzügig: Die Fjord-Line-Wohnmobilaktion Hirtshals–Kristiansand gilt für Reisedaten vom 2. Januar 2026 bis 27. Dezember 2027, ist also mehr als ein Jahr im Voraus buchbar | Winter und frühes Frühjahr; die Wohnmobil- und Wohnwagenaktionen von Fjord Line laufen ganzjährig und sind nicht an ein Buchungsfenster gebunden | Fjord Line Wohnmobil-/Wohnwagenaktion Hirtshals–Kristiansand: ab €96 p. P. für Fjord-Club-Mitglieder und €105 p. P. für Nichtmitglieder (einfache Fahrt). Fjord Club ist kostenlos und bringt bis zu 5 % Bonuspunkte auf Reisen, Fahrzeuge und Kabinen; Fjord Club Premium kostet €24 pro Jahr und bringt Buffetrabatt, DKK 100 Bordguthaben und kostenloses telefonisches Buchen. Color Line über den ADAC: 5 %. | Juli und August Richtung Fjorde; der Schnelldienst FSTR fährt nur vom 27. März bis 20. September 2026 | Hirtshals–Kristiansand ist der kürzeste Korridor und der flexibelste (mehrere Abfahrten pro Tag, zwei Reedereien) — dort kannst du relativ spät buchen. Kiel–Oslo und die Go-Nordic-Routen haben Pflichtkabinen UND begrenzte Kapazität für hohe und lange Fahrzeuge: Buche dort für Juli/August 3 bis 6 Monate im Voraus. Rechne den AutoPASS-Tag und die gesparte Storebælt-Passage in deinen Gesamtvergleich ein. |
| Ostsee / Deutschland–Skandinavien und Finnland (Travemünde–Helsinki/Malmö/Trelleborg, Rostock–Trelleborg, Karlshamn–Klaipėda) | Saisontarife für das Folgejahr erscheinen in der Regel im Herbst; Finnlines arbeitet mit drei Saisons (I, II, III) | der Winter für den Sommer — das ist der Korridor mit dem größten echten Frühbuchervorteil Europas | Finnlines Hej-Aktion: bis zu 55 % Frühbucherrabatt, buche im Winter für den Sommer. Die SPECIAL-Frühbuchertarife sind deutlich günstiger, aber weder umbuchbar noch stornierbar. Dazu kommen 20 % Rückfahrtrabatt bei gleichzeitiger Buchung von Hin- und Rückreise, 5 % über den Star Club und 5 % über Camping Key Europe (auf Passagier-, Haustier-, Kabinen- und Fahrzeugtarife). TT-Line Wohnmobil-Rückfahrtpaket: 15 % Rabatt auf Travemünde–Trelleborg und 20 % auf Rostock–Trelleborg, dazu 50 % Rabatt auf den Längenzuschlag, 15 % auf Kabinen und bis zu 20 % auf Mahlzeiten; Aktion 2026: Auf Travemünde–Trelleborg entfällt der KOMPLETTE Längenzuschlag für Fahrzeuge über 6 m bei Buchung vor dem 31.08.2026 und Reisen bis zum 31.10.2026. Camping Key Europe bringt bei TT-Line 10 % auf reguläre Tarife inklusive Fahrzeug und Kabine. | Sommerwochenenden Richtung Schweden; der Saisonunterschied ist groß — das Finnlines-Wohnmobilpaket Deutschland–Finnland kostet €711 in Saison I und €968 in Saison III, ein Unterschied von 36 % | Für die langen Routen (Travemünde–Helsinki 30 Std., Karlshamn–Klaipėda, Kiel–Klaipėda, Travemünde–Liepāja): 2 bis 4 Monate im Voraus für den Sommer, vor allem weil die günstigen SPECIAL-Frühbuchertarife und die Wohnmobilpakete mit begrenzten Kontingenten arbeiten. Dieser Korridor hat die besten echten Wohnmobilpakete Europas — TT-Line und Finnlines stapeln Rabatte, die zusammen 25–40 % ausmachen können. |
| Italien – Griechenland (Ancona/Bari/Brindisi/Venedig – Patras/Igoumenitsa) | der Sommerfahrplan ist in der Regel ab Herbst/Winter buchbar | Januar bis April — das Grimaldi-Frühbucherfenster schließt Ende April | Grimaldi Advanced Booking: 20 % Rabatt bei Buchung spätestens im April für Reisen von Juni bis September. Das ist das konkreteste Frühbucherfenster des Mittelmeers. ADAC-Mitglieder bekommen bis zu 15 % bei Superfast Ferries (der höchste ADAC-Fährenrabatt) und bis zu 10 % bei Grimaldi Lines. Attica hat außerdem das Bonusprogramm Seasmiles. | Ende Juli bis Ende August; dazu die griechische Osterwoche | 2 bis 3 Monate im Voraus für Juli und August. WICHTIGE ÄNDERUNG: Seit 2025 ist Camping on Board (Übernachten im eigenen Wohnmobil auf dem offenen Deck zum Deckspassagetarif plus Fahrzeugtarif, mit 220V) bei ANEK/Superfast abgeschafft. Du konkurrierst jetzt mit allen anderen Wohnmobilreisenden um Kabinen und Flugzeugsessel, der Druck auf die günstige Unterbringung ist also gestiegen und der effektive Preis für Wohnmobilreisende ebenfalls. In Igoumenitsa statt in Patras auszusteigen, spart 5–6 Std. Fahrt. |
| Mittelmeerinseln (Korsika, Sardinien, Sizilien, Balearen) | der Sommerfahrplan ist in der Regel ab Dezember/Januar vollständig buchbar | Januar bis März | Der Frühbucherrabatt bei Moby und Grimaldi von Januar bis März kann 30 bis 40 % ausmachen — der höchste Prozentsatz aller Korridore. Grimaldi gibt außerdem 20 % für Fahrgäste über 60 Jahre und 50 % für Kinder von 2–12 Jahren; italienische Wohnmobilclubs (Camper Club Italiano, PleinAir Club) haben laufende Vereinbarungen mit Grimaldi. | der August ist extrem voll und teuer, mit der Spitze rund um Ferragosto (15. August) | Buche für August 3 bis 4 Monate im Voraus. Ausnahme: Villa San Giovanni–Messina nach Sizilien musst du nie buchen — alle 20 bis 40 Min., rund um die Uhr, mit einem völlig transparenten Wohnmobiltarif (einfache Fahrt €61,70, Hin- und Rückfahrt innerhalb von 90 Tagen €105,70, inklusive 5 Personen). |
| Spanien – Marokko (Algeciras/Tarifa – Tanger Med/Ceuta) und Tunesien | laufend; auf der kurzen Überfahrt ist eine Reservierung kaum nötig | außerhalb der Marhaba-Zeit (der Rückkehr der marokkanischen Diaspora, grob Ende Juni bis Anfang September, mit der schärfsten Spitze von Ende Juli bis ±25. August) | auf der kurzen Überfahrt nicht relevant: Du kaufst ein OFFENES Rückfahrticket und nimmst notfalls die nächste Fähre. Tickets sind bei Agenturen und Kiosken rund um Algeciras oft günstiger als online. | Operation Marhaba: Ende Juli bis ±25. August (Richtung Marokko im Juli, zurück im August). Vermeide diese Tage — die Wartezeiten können auf Stunden anwachsen. | Zwei sehr unterschiedliche Regime. Algeciras–Tanger Med: 30 bis 40 Abfahrten pro Tag, rund um die Uhr — außerhalb der Spitze kannst du sogar am selben Tag buchen. Genua/Civitavecchia–Tunis (Grimaldi, GNV, CTN) ist dagegen eine lange Überfahrt, für die du im Sommer 1 bis 2 Monate im Voraus buchen musst. Achte auf die EU-Rückreiseregeln für Haustiere (Titertest Pflicht für die Rückkehr aus Marokko und Tunesien) — das ist eine größere Planungsbeschränkung als die Fähre selbst. |
| Kanarische Inseln (Huelva/Cádiz – Las Palmas/Teneriffa/Lanzarote) | ±9–12 Monate im Voraus | der Sommer (Juni–September) ist auf diesem Korridor gerade die NEBENsaison, denn der Wohnmobilstrom läuft entgegengesetzt zur normalen Sommerspitze | keine breit veröffentlichte Frühbucherkampagne; der Vorteil liegt darin, rechtzeitig die Kabine festzumachen, denn die ist das knappe Gut | Hinreise im November und Dezember, Rückreise im März und April — die Überwintererspitze | Buche 3 bis 6 Monate im Voraus, vor allem die Kabinen: Es sind zwei Nächte auf See (31 bis 37 Std.). Vergleiche Huelva (nur Gran Canaria und Teneriffa) mit Cádiz, das auch Lanzarote, Fuerteventura und La Palma direkt anläuft. 3× pro Woche, im Sommer 4×. |
| Island und die Färöer (Hirtshals – Tórshavn – Seyðisfjörður, Smyril Line) | sobald der Fahrplan für das Folgejahr öffnet, in der Regel 9–12 Monate im Voraus | direkt bei Öffnung des Fahrplans; später gibt es keinen Preisvorteil — die Kapazität ist dann schlicht weg | kein Rabattsatz, dafür eine harte Verfügbarkeitsgrenze. Rechne bei einer Buchung mehr als 30 Tage im Voraus mit einer Anzahlung von 25 % bei einem Minimum von €810 und mit spürbaren Änderungsgebühren (€27 bis €162 pro Strecke, je nachdem, wie spät du änderst). | Juni bis August; Sommerabfahrten sind oft schon im Winter ausverkauft | Mit Abstand die längste Buchungsvorlaufzeit Europas: Buche 6 bis 12 Monate im Voraus, sobald der Fahrplan öffnet. Das ist der einzige Korridor, auf dem zu spätes Buchen nicht teurer, sondern schlicht unmöglich ist. Die Fähre ist außerdem die einzige Möglichkeit, dein eigenes Wohnmobil nach Island zu bringen. |
Alle Verbindungen
| Name | Tarif | Rabatt | Quelle |
|---|---|---|---|
| Storebæltsbroen (Nyborg – Korsør, DK) | ±645 DKK (±€86) für ein Wohnmobil länger als 6 m; Pkw bis 6 m ±235–265 DKK; über 10 m höherer Tarif. Tarife ab 1. Januar 2026. | Autocamperaftale (Motorhome-agreement): 314 DKK (±€42) pro Passage, eine Ersparnis von bis zu 330 DKK pro Fahrt. Bedingungen: Wohnmobil mit maximal 3.500 kg und länger als 6 m, gekoppelt an eine BroBizz oder eine Kennzeichenregistrierung in einem Storebælt Private Agreement. Gilt NICHT, wenn du mit Anhänger über 10 m Gesamtlänge kommst; die Messung an der Mautstation zählt Fahrradträger und Dachbox mit. Hin und zurück macht das ±660 DKK (±€88) aus — die größte Einzelersparnis auf der Skandinavien-Route. | https://www.storebaelt.dk/en/prices-and-discounts/motorhome/ |
| Øresundsbron (Kopenhagen – Malmö, DK/SE) | einmaliger Tarif an der Mautstation, gültig ab 18. Mai 2026: Pkw 520 DKK; Wohnmobil 6–10 m 1.040 DKK (±€139); Wohnmobil über 10 m 1.655 DKK (±€222) | ØresundGO bringt ±60 % Rabatt: Pkw 182 DKK, Wohnmobil 6–10 m 364 DKK (±€49), Wohnmobil über 10 m 725 DKK. Jahresbeitrag 370 DKK (±€50). Schon für eine einzige Hin- und Rückfahrt mit dem Wohnmobil rechnet sich das Abo deutlich: 2×364 + 370 = 1.098 DKK gegenüber 2×1.040 = 2.080 DKK ohne. | https://www.oresundsbron.com/en/prices |
| Mont-Blanc-Tunnel (Chamonix FR – Courmayeur IT) | Klasseneinteilung nach Höhe und Achsen, NICHT nach Gewicht: Klasse 1 bis 1,30 m über der Vorderachse; Klasse 2 für Fahrzeuge von 2 bis 3 m Gesamthöhe (hier fällt praktisch jedes Wohnmobil hinein); Klasse 3 für Zweiachser über 3 m; Klasse 4 für Fahrzeuge mit 3+ Achsen über 3 m. Die genauen Beträge für 2026 konnten NICHT verifiziert werden (nur als Bild/PDF veröffentlicht); Richtwert auf Basis früherer Jahre: Klasse 2 einfache Fahrt ±€60–70, Hin- und Rückfahrt (12 Monate gültig) ±€78–90. | Der Rückfahrtarif ist deutlich günstiger als zwei einfache Fahrten und in der Regel 12 Monate gültig — kauf also immer Hin- und Rückfahrt, wenn du zurückkommst. Abonnements gibt es nur für Vielfahrer. | https://www.tunnelmb.net/en-US/vehicles-classification-and-tolls |
| Fréjus-Tunnel (Modane FR – Bardonecchia IT) | vergleichbare Klasseneinteilung und vergleichbares Preisniveau wie beim Mont Blanc; die genauen Tarife für 2026 wurden NICHT verifiziert. Richtwert Klasse 2 einfache Fahrt ±€60–70, Hin- und Rückfahrt ±€78–90. | Rückfahrtarif mit langer Gültigkeit; kombinierte Abonnements für Mont Blanc/Fréjus gibt es für Vielfahrer | https://www.sftrf.fr/ |
| LeShuttle / Eurotunnel (Folkestone – Calais) | Vollständig dynamische Preise auf Basis des PLATZES, den dein Fahrzeug einnimmt, nicht des Fahrzeugtyps. Kritische Schwelle: über 1,85 m Höhe kommst du in einen Einzeldeck-Waggon. Pkw ab ±£69 einfache Fahrt; ein mittelgroßes Wohnmobil kostet an einem ruhigen Donnerstag ±1,3× den Pkw-Tarif und an einem Spitzenwochenende bis zu ±1,9× — in Euro ±€41 bis €251 über dem Pkw-Tarif. Maximale Gespannlänge 18 m, Höhe 4,2 m, Breite 2,55 m. | Caravan and Motorhome Club (UK): 9 % auf die Standardtarife Folkestone–Calais. Seit Juli/August 2026 ist Le Shuttle neuer ADAC-Partner. Wichtiger als jeder Clubrabatt: unter der Woche reisen, denn der Maßzuschlag ist mitten in der Woche deutlich niedriger. ACHTUNG: Fahrzeuge mit LPG-Antrieb sind auf Le Shuttle VERBOTEN — der größte Unterschied zu den Fähren. Gasflaschen zum Kochen sind erlaubt (max. 47 kg pro Flasche, insgesamt max. 50 kg, höchstens zu 80 % gefüllt, zugedreht, Gaskontrolle beim Check-in). | https://www.leshuttle.com/uk-en/travelling-with-us/travelling-with-different-vehicles |
| Gotthardtunnel (CH) und weitere Schweizer Tunnel | im Vignettenpreis von CHF 40 enthalten — keine gesonderte Maut. Ausnahme: Der Große-Sankt-Bernhard-Tunnel (CH/IT) hat einen eigenen Tarif, Richtwert ±€33–40 einfache Fahrt für ein Wohnmobil (nicht verifiziert). | keiner; die Vignette mit 14 Monaten Gültigkeit ist für sich genommen schon das günstigste Alpenprodukt | https://www.tolls.eu/switzerland |
CO₂: Fahren per Schiff oder Straße
- Wohnmobiltyp
- 250–420 g CO2 pro Fahrzeugkilometer (Tank-to-Wheel), je nach Wohnmobilklasse: Kastenwagen 9,5 l/100 km = 251 g/km; Teilintegrierter 11,5 l = 304 g/km; Vollintegrierter/Alkoven 12,8 l = 338 g/km; großer Vollintegrierter 16 l = 422 g/km. Bei 2 Insassen entspricht das ±125–210 g pro Personenkilometer. Well-to-Wheel (inklusive Förderung, Raffination und Transport des Diesels) liegt alles ±20 % höher: 300–505 g/km.
- Mit der Fähre
- Ro-Pax-Fähre: ±110–160 g CO2e pro Personenkilometer für einen Fahrgast MIT Auto (breit verwendeter Umrechnungsfaktor ±129 g/pkm) gegenüber ±19 g/pkm für einen Fußpassagier — der Unterschied ist praktisch komplett der Deckplatz, den das Fahrzeug einnimmt. Für ein Wohnmobil musst du diese Zuordnung hochskalieren: Ein Wohnmobil mit 7 m belegt ±7 laufende Deckmeter gegenüber ±4,5 m für ein Auto, also ±1,5×. Rechenwert für ein Wohnmobil mit 2 Personen: ±190–240 g CO2e pro Personenkilometer, also ±380–480 g CO2e pro Wohnmobilkilometer Seeroute.
- Wie wir das berechnen
- Für das Wohnmobil ist die Methodik exakt und nachprüfbar: Verbrennst du 1 Liter Diesel, werden 2,64 kg CO2 frei (direkte Verbrennung, Tank-to-Wheel). Emission pro km = (Verbrauch in l/100 km) × 26,4 Gramm. Das ist die ehrlichste Zahl, weil sie direkt aus dem tatsächlichen Verbrauch der Nutzerin oder des Nutzers folgt und keine Annahmen enthält. Multipliziere mit 1,20 für Well-to-Wheel, wenn du die ganze Kette einbeziehen willst. Für die Fähre gibt es keine exakte Methode, sondern nur eine Zuordnungsentscheidung. Eine Ro-Pax befördert gleichzeitig Fahrgäste, Autos und Frachttrailer; Schiffskraftstoff einem einzelnen Wohnmobil zuzurechnen, ist per Definition willkürlich. Der gängige Ansatz (und der der britischen DESNZ/DEFRA-Umrechnungsfaktoren, die die meisten Rechentools nutzen) rechnet pro Fahrgast mit einer durchschnittlichen Auslastung, wobei ferry, car passenger den Deckplatz des Fahrzeugs einbezieht. Ein saubererer Ansatz für Wohnmobile ist die Zuordnung nach laufenden Deckmetern, weil die Reederei genau danach abrechnet. WICHTIGSTER METHODISCHER PUNKT FÜR DEN RECHNER: Vergleiche NIE pro Kilometer, sondern immer die GESAMTE CO2-Menge beider kompletter Routen. Eine Fähre ist pro Kilometer meist ungünstiger als Durchfahren, fährt aber eine viel kürzere Linie als die Straße rund um die Küste. Beispiel: IJmuiden–Newcastle sind ±460 km über See gegenüber ±950 km Fahrt über Calais. Wohnmobil mit 12,8 l/100 km: Fahren = 950 × 338 g ≈ 321 kg CO2, plus die Ärmelkanal-Überfahrt. Fähre = 460 km × ±430 g ≈ 198 kg CO2. Die Fähre gewinnt hier also deutlich, und das gilt allgemein, sobald die Seeroute weniger als ±70–75 % der Straßenentfernung beträgt. Bei einer kurzen Überfahrt, die kaum Umweg spart (Calais–Dover), gibt es keine Alternative und der Vergleich ist nicht sinnvoll. Unsicherheitsmarge: Die Wohnmobilseite ist genau (±5 %), die Fährseite weit (±40–50 %) wegen der Zuordnungsentscheidung, der tatsächlichen Auslastung und des Kraftstofftyps (LNG-Schiffe wie die neuen Einheiten von Brittany Ferries liegen ±20–25 % niedriger als Schweröl). Präsentiere das Fährergebnis deshalb als Bandbreite, nicht als eine einzelne Zahl.
- Quelle
- CO2-Faktor Diesel 2,64 kg/l: Standard-Verbrennungsfaktor (nationale Emissionsregister; Kontext EU Weekly Oil Bulletin, https://energy.ec.europa.eu/data-and-analysis/weekly-oil-bulletin_en). Fährfaktoren: britische DESNZ/DEFRA greenhouse gas conversion factors, https://www.gov.uk/government/publications/greenhouse-gas-reporting-conversion-factors-2025 — ACHTUNG: Die genauen Zahlen aus der Tabelle konnten in dieser Recherche nicht eingesehen werden; die genannten Werte (19 und 129 g/pkm) sind die breit zitierten DESNZ-Werte und wurden in dieser Sitzung NICHT erneut verifiziert.
Camping Card ACSI
- Preis der Karte
- CampingCard ACSI 2026: ab €20,95 mit Abonnement, €24,95 ohne Abonnement; die separate App kostet €4,99 extra. Inklusive gedrucktem Führer mit GPS-Koordinaten.
- Typischer Tarif
- Feste Nachttarife von €13, €15, €17, €19, €21, €23, €25 oder €27 pro Nacht, je nach Campingplatz — bis zu 60 % Rabatt auf den regulären Nebensaisontarif. Standardmäßig enthalten: 2 Personen, der Stellplatz, das Wohnmobil oder der Wohnwagen mit Auto sowie Strom; auf mehr als 400 Campingplätzen sind zusätzlich bis zu 3 Kinder bis einschließlich 5 Jahre im Tarif enthalten. Die Kurtaxe kommt immer obendrauf.
- Gültig in
- Nur in der Vor- und Nachsaison; mehr als 3.000 Campingplätze in 23 europäischen Ländern machen mit. Die genauen Akzeptanzzeiträume unterscheiden sich je nach Campingplatz und stehen im Führer, in der App und auf der Website. Faustregel: grob außerhalb von ±1. Juli – 25. August, mit je nach Land unterschiedlichen Rändern (Südeuropa öffnet früher im Frühjahr, Skandinavien später).
- Alternativen
- Camping Key Europe (±€16–20 pro Jahr) ist in Skandinavien oft Pflicht oder bringt dort Rabatt und liefert außerdem 5 % Rabatt bei Finnlines und 10 % bei TT-Line auf Fähren inklusive Fahrzeug und Kabine. Die ADAC Campcard und die ANWB-Camperkaart geben vergleichbare Nebensaisonrabatte. Für eine Reise von 2 Wochen in der Vor- oder Nachsaison rechnet sich eine ACSI-Karte meist schon nach 1 bis 2 Nächten.
- Quelle
- https://www.acsi.eu/nl/campingcard-acsi