
Wasser, Mühlen & Alte Meister - Holland und Flandern mit dem WohnmobilHolland und Flandern mit dem Wohnmobil
Diese Reise mit dem Wohnmobil machen
Im Schnitt 400–800 € günstiger als ein Reisebüro
Dauer
x TageEntfernung
0 km
Stopps
0
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Über diese Route
Highlights
- ✦Zwei Nächte Amsterdam, mit dem Wohnmobil außerhalb der Umweltzone
- ✦Arbeitende Farb- und Ölmühlen auf der Zaanse Schans
- ✦Blumenzwiebelfelder und Keukenhof im Frühjahr
- ✦Vermeers Delft und das Mauritshuis in Den Haag
- ✦Neunzehn Poldermühlen von Kinderdijk, Welterbe
- ✦Über das Oosterschelde-Sturmflutwehr nach Walcheren
- ✦Zwei Nächte Brügge, dazu Gent und Antwerpen
- ✦Selten mehr als eine Stunde Fahrt pro Tag
Die Route

Stop 1
Amsterdam
Die niederländische Hauptstadt steht auf Holzpfählen im Torfboden, und ihre Form verdankt sie dem Grachtengürtel des 17. Jahrhunderts, der zum Weltkulturerbe zählt. Hinter den Giebeln von Herengracht und Keizersgracht liegen Museen von Rang: das Rijksmuseum mit der Nachtwache, das Van-Gogh-Museum und das Anne-Frank-Haus an der Prinsengracht. Wer dem Gedränge entkommen will, spaziert durch den Jordaan oder fährt mit einer kostenlosen Fähre über das IJ nach Amsterdam-Noord. Zwei Nächte sind das Minimum für ein Museum, eine Grachtenfahrt und einen Abend in einem braunen Café. Mit dem Wohnmobil fährt man nicht in die Altstadt: die Kaistraßen sind eng, Radfahrer haben überall Vorrang und Parkhäuser sind zu niedrig. In der Umweltzone braucht ein Diesel mindestens Abgasnorm Euro 5. Stellen Sie das Fahrzeug am Stadtrand ab und nehmen Sie Tram oder Zug.

Stop 2
Zaanse Schans
Die Zaanse Schans ist eine Siedlung an der Zaan, in die seit den 1960er-Jahren historische Holzhäuser, Speicher und Mühlen aus der ganzen Region versetzt wurden. Ein Teil der Mühlen arbeitet noch: eine mahlt Pigment für Farbe, eine presst Öl, eine sägt Holz, und drinnen drehen sich Wellen und Mahlsteine. Ringsum liegen eine Holzschuhmacherei, ein Käsehof und eine Zinngießerei, vom Deich blickt man über das Wasser auf eine Reihe grüner Giebel. Das Gelände selbst ist frei zugänglich, für Mühlen und Werkstätten zahlt man Eintritt. Kommen Sie früh am Morgen oder gegen Schließzeit, denn dazwischen füllen die Reisebusse aus Amsterdam die Wege. Wohnmobile dürfen nicht auf den Parkplatz des Geländes; in Zaandam gibt es wenige Kilometer entfernt einen Stellplatz.

Stop 3
Den Haag & Scheveningen
Den Haag regiert die Niederlande, ohne je Hauptstadt gewesen zu sein: Regierung und Parlament sitzen am Binnenhof, einem mittelalterlichen Hofkomplex an einem Teich, und im Friedenspalast tagt der Internationale Gerichtshof. Das Mauritshuis nebenan, ein kleiner Stadtpalast, hängt voller Werke von Vermeer, Rembrandt und Fabritius, darunter das Mädchen mit dem Perlenohrring. Escher in Het Paleis füllt einen ehemaligen königlichen Winterpalast mit unmöglichen Treppen, und in Madurodam liegt das ganze Land im Maßstab 1:25. Hinter den Dünen beginnt Scheveningen mit breitem Sandstrand, Promenade und einem Pier auf Pfählen. Achtung Umweltzone: Diesel-Wohnmobile brauchen hier mindestens Abgasnorm 4. Am Meer ist es im Juli und August voll, Mai, Juni und September sind ruhiger.

Stop 4
Delft
Zwei Dinge prägen Delft: Vermeer, der hier seine Ansicht von Delft malte, und das blau-weiße Steingut, das seit dem siebzehnten Jahrhundert von Hand bemalt wird und bei Royal Delft noch immer so entsteht. Am Markt steht das spätgotische Rathaus gegenüber der Nieuwe Kerk, in deren Gruft Wilhelm von Oranien und spätere Mitglieder des Königshauses liegen und deren Turm bestiegen werden kann. Im Prinsenhof, einem ehemaligen Kloster, wurde Wilhelm von Oranien 1584 erschossen; die Einschusslöcher stecken noch in der Wand neben der Treppe. Ein paar Straßen weiter steht die Oude Kerk sichtbar schief im Moorboden. Eine Umweltzone gibt es nicht, doch die Grachtengassen sind viel zu eng: außerhalb der Singels parken und hineinlaufen.

Stop 5
Kinderdijk
Neunzehn Mühlen von etwa 1740 stehen in zwei langen Reihen im Polder der Alblasserwaard, nahe der Stelle, an der Lek und Noord zusammenfließen. Sie wurden gebaut, um das überschüssige Wasser aus dem absackenden Moorboden in ein Sammelbecken zu heben, und dieses Zusammenspiel aus Mühlen, Schleusen und Schöpfwerken brachte das Gebiet 1997 auf die Welterbeliste. Zwei Mühlen sind als Museum eingerichtet, mit den Wandbetten und dem Werkzeug der Müllerfamilien, die bis ins zwanzigste Jahrhundert darin wohnten. Über die Deiche führen Wander- und Radwege am Wasser entlang, und Boote fahren zwischen den Mühlen hindurch. Wohnmobile dürfen ganzjährig nicht im Dorf parken; am Rand gibt es ausgewiesenes Tagesparken und in Alblasserdam einen Stellplatz.
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Stop 6
Middelburg & Veere
Middelburg war im siebzehnten Jahrhundert die zweite Handelsstadt der Republik und Sitz der zeeländischen Kammer der Ostindien-Kompanie, was man dem spätgotischen Rathaus am Markt mit seiner Reihe von Grafenstatuen ansieht. Der Abteikomplex daneben umschließt drei Innenhöfe und trägt den Lange Jan, einen neunzig Meter hohen Turm, dessen zweihundertsieben Stufen zum Blick über ganz Walcheren führen. Ein großer Teil der Altstadt brannte im Mai 1940 aus und wurde danach im alten Stil wiederaufgebaut. Ganz in der Nähe liegt Veere, einst Stapelplatz für schottische Wolle, heute ein kleiner Hafenort am Veerse Meer mit den Schotse Huizen am Kai, einer viel zu großen Kirche und dem Campveerse Toren an der Ecke. Im Juli und August ist Walcheren voll, Mai, Juni und September sind ruhiger.

Stop 7
Bruegge
Die Altstadt von Brügge gehört zum Weltkulturerbe und blieb weitgehend mittelalterlich, weil die Stadt nach dem Verlanden ihres Meeresarms jahrhundertelang stillstand. Am Markt steht der Belfried mit dreiundachtzig Metern; 366 Stufen führen am Glockenspiel vorbei zu einem Blick über Dächer und Wasser. Die Grachten durchziehen die Stadt und wirken vom Wasser aus am besten; die Boote legen an Stegen im ganzen Zentrum ab. Im Groeningemuseum hängen die Flämischen Primitiven, darunter Jan van Eyck und Hans Memling, und in der Onze-Lieve-Vrouwekerk steht Michelangelos Madonna mit Kind, die einzige Skulptur, die zu seinen Lebzeiten Italien verließ. Beginenhof und Minnewater sind früh am Morgen am ruhigsten. Fahrzeuge über 3,5 Tonnen dürfen nicht in die Altstadt, Übernachten auf der Straße ist verboten.

Stop 8
Gent
Gent war im Mittelalter nach Paris die größte Stadt nördlich der Alpen, und das ist an Graslei und Korenlei noch abzulesen, zwei Kais voller Gildehäuser, die sich über die Leie hinweg gegenüberstehen. Die Burg Gravensteen, Wasserburg der Grafen von Flandern, liegt mitten im Zentrum und lässt sich innen bis auf den Wehrgang besteigen. In der Sint-Baafskathedraal hängt der Genter Altar der Brüder van Eyck, ein Polyptychon von 1432, das in einem eigenen klimatisierten Raum gezeigt wird. Anders als Brügge ist Gent keine Museumsstadt, sondern eine arbeitende Universitätsstadt: die Cafés sind voller Studenten, das Zentrum weitgehend autoarm. Gent hat eine Umweltzone; ausländische Kennzeichen müssen sich vorab kostenlos registrieren, auch wenn das Fahrzeug zugelassen ist. Übernachten auf der Straße ist verboten.

Stop 9
Antwerpen
Antwerpen stellt einen mittelalterlichen Kern neben den zweitgrößten Hafen Europas, und genau dieser Maßstabssprung macht den Reiz aus. Die Liebfrauenkathedrale ragt über den Grote Markt und hängt voller Rubens, darunter Kreuzaufrichtung und Kreuzabnahme; wenige Straßen weiter steht sein Wohnhaus mit Atelier und Innengarten. An der Schelde führt im MAS eine Kette von Rolltreppen durch das Haus hinauf auf eine frei zugängliche Dachterrasse mit Blick auf Stadt und Docks. Im Plantin-Moretus stehen die beiden ältesten erhaltenen Druckpressen der Welt, und rund um den Hauptbahnhof aus Marmor und Glas liegen Diamantenviertel und Modestraßen. Zwei Nächte sind knapp. In die Innenstadt fährt man nicht: es gilt eine Umweltzone, ausländische Kennzeichen müssen sich vorab kostenlos registrieren, und Übernachten auf der Straße ist verboten.

Stop 10
Amsterdam
Die niederländische Hauptstadt steht auf Holzpfählen im Torfboden, und ihre Form verdankt sie dem Grachtengürtel des 17. Jahrhunderts, der zum Weltkulturerbe zählt. Hinter den Giebeln von Herengracht und Keizersgracht liegen Museen von Rang: das Rijksmuseum mit der Nachtwache, das Van-Gogh-Museum und das Anne-Frank-Haus an der Prinsengracht. Wer dem Gedränge entkommen will, spaziert durch den Jordaan oder fährt mit einer kostenlosen Fähre über das IJ nach Amsterdam-Noord. Zwei Nächte sind das Minimum für ein Museum, eine Grachtenfahrt und einen Abend in einem braunen Café. Mit dem Wohnmobil fährt man nicht in die Altstadt: die Kaistraßen sind eng, Radfahrer haben überall Vorrang und Parkhäuser sind zu niedrig. In der Umweltzone braucht ein Diesel mindestens Abgasnorm Euro 5. Stellen Sie das Fahrzeug am Stadtrand ab und nehmen Sie Tram oder Zug.
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Michiel van de Bunt
Februar 2026
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Alieke Zelhorst
Februar 2026